Iquacu – Wasser & viel mehr

Achtung: Nach Iquacu findest Du die Reiseberichte auf den weiteren Seiten

Es ist bereits Samstag und es heißt Kofferpacken. Aufbruch 7.15 Uhr um den Flieger für die gut 1000 km Entfernung rechtzeitig zu bekommen.

Iquacu liegt am Drei-Ländereck Brasilien, Argentinien, Paraquay im Landesinneren. Gegen Mittag kommen wir an und sind sehr dankbar, dass Olaf mal wieder Gottes Führung erlebt. Bei einem Unternehmen erhalten wir den Transfer vom und zum Flughafen, sowie die Fahrt und den Eintritt in den Vogelpark am Nachmittag um die Hälfte günstiger, als sie im Internet zu haben gewesen wäre. Wir sind sehr dankbar und froh.

Bei der Fahrt zum Hotel genieße ich das saftige GRÜN der Vegetation, die hier üppig wächst. Obwohl es Spätsommer ist, gibt es keine braunen Wiesen. Kurze Zeit später, weiß ich auch warum. Ein wolkenbruchartiger Regen überascht uns. Doch kurze Zeit später ist er vorbei und wir starten zu einem Ausflug in den tropischen Vogelpark. Alles weitere seht ihr in den Bildern.

Rio Impressionen

Heute einfach ein paar Fotos von Rio … ohne viele Worte. Wir schauen uns die schönen Seiten der 6,5 Mio. Einwohnerstadt an. Das Elend, mit Obdachlosen, die auf der Straße übernachten, die erhöhte Gefahr Opfer eines Überfalls zu werden, all das wird in den Bildern nicht sichtbar. Die Staus in der Stadt, der Straßenlärm, das Treiben rund um die Uhr, bei Tag und Nacht, 28 -32° Grad Außentemperatur mit einer hohen Luftfeuchtigkeit — all das lässt sich in Bildern nicht festhalten.
Wir haben auch keine Favela (Armenviertel in Rio) besucht, weil dies als Tourist zu gefährlich ist. Aber ihr seht eine pusierende Großstadt an einem wunderschönen Ort mit viel Vergangenheit.

Botanischer Garten
Christusstatue mit Angelika & Manfred
Blick auf das Maracanastadion von der Christusstatue, in dem Deutschland 2014 Weltmeister wurde
Christusstatue vom Zuckerhut aus
Blick auf eines von vielen Slums in Rio, die sich oft am Berghang befinden
Kirche aus Kolonialzeit

IGREJA – Suchthilfe in der Gemeinde

Mittwoch 20.2.  Unser Tag beginnt früh. Um 8 Uhr werden wir von einem Keinbus abgeholt, um  zur IGREJA-Gemeinde zu fahren. In einer der Vorstädte im Süden von Rio besuchen wir Daniel Camaforte, zu dem Olaf Steding im vergangenen Jahr Kontakt bekommen hatte. Als Pastor ist er für die Suchtarbeit der Gemeinde verantwortlich. Die Suchthilfearbeit besteht dort aus vielen Selbsthilfegruppen und einer tagesstrukturierenden therapeutischen Arbeit. Wir sind um 10 Uhr verabredet.

Als wir dort eintreffen, singen die ca. 40-50 Männer gerade Loblieder mit einer Leidenschaft, die fasziniert. Es ist, als treten wir in eine andere Welt. Viele von uns kommen in den Raum werden von einer Atmosphäre überwältigt, die für uns nur als Präsenz Gottes erklärbar ist. Wir sind völlig überrascht und werden mit hineingenommen. Bald singt auch unsere Gruppe „Welch ein Freund ist unser Jesus“. Innerhalb von Minuten ist das Eis der Fremdheit geschmolzen und wir spüren, dass uns etwas verbindet.

Bei mehr als 40° Grad gibt es ein fußballerisches Freundschaftsspiel auf dem eigenen Platz der Einrichtung. Wir schlagen uns tapfer und wir erkennen neidlos die Überlegenheit unserer brasilianischen Freunde an.

Ein Freundschaftskick

Anschließend erhalten wir einen Einblick in eine „Unterstützer-Gruppe (Supportgroup), wie bei ihnen die Selbsthilfegruppe heißt. Ein wesentliches Grundelement darin ist, dass jeder Teilnehmer 3 – maximal 5 Minuten Redezeit erhält über sein Anliegen und seine augenblicklichen Schritte in die Freiheit zu sprechen. Mit diesem Reden macht er seinen eigenen Weg für die anderen sichtbar und lernt Stück für Stück, ob Reden und Leben übereinstimmt. Außerdem lernt es jeder, über seine Geschichte zu sprechen.

Obwohl unsere sprachlichen Mittel begrenzt sind, merken wir viel Wohlwollen und Freundlichkeit bei dem anschließenden Mittagessen. Es gibt ein typisch brasilianisches Gericht. Reis und ähnlich unserem Gulasch mit Wurst und Fleischstücken mit schwarzen Bohnen. Sehr schmackhaft.

Roberta, eine Frau aus dem Mitarbeiterteam erzählt uns anschließend noch mehr über das Projekt und den Aufbau der Suchthilfe. Fernanda ist bei der Übersetzung unser rettender Engel, da sie Deutsch spricht. Sie hat sich extra für diesen Tag frei genommen, um zu übersetzen. Wir Fragen und Fragen …. und im Nu ist es schon Nachmittag.

Zum Schluß gibt es einen gemeinsamen Ausflug mit einigen Mitarbeitern und Teilnehmern des Programms zur naheliegenden Bucht. Trotz begrenzter  sprachlicher Mittel gibt es offene Begegnungen auf beiden Seiten. Wir fahren müde nach Hause. Aber morgen ist ja noch Teil 2.

Daniel holt uns mit einigen Mitarbeitern ab und wir fahren zur Christusstatue. Auch wenn das Wetter einen tropischen Regen für uns bereit hält wagen wir den Ausflug. Mit einer kompetenten Reiseleitung erfahren wir manches über den Corcorvado  und den botanischen Garten. Zum Abschluss nehmen wir an „Celebrando a Vida“ (das Leben feiern), einem Gottesdienst in der IGREJA-Gemeinde teil. Einige 100 Menschen treffen sich, loben Gott, hören auf seine Worte, feiern Abendmahl – und wir mittendrin. Wiederherstellung des Menschen in der Sucht hat auch eine tiefe spirituelle Seite. Das wird uns bewusst.Wir spüren die Einheit die Jesus schenkt, die über das sprachliche Verstehen hinaus geht. Am Ende werden wir als Gruppe von allen Besuchern der Gemeinde verabschiedet. Es ist nach 23 Uhr als der Tag sich dem Ende entgegen neigt.Morgen noch mal Rio und dann geht es nach Iqacu, den großen Wasserfällen.


Die Reise & der 1. Tag

Ankommen

für manche aus unserer Gruppen waren es fast 24 Stunden nonstop, sie sie auf den Beinen waren, bis sie endlich brasilianischen Boden unter den Füßen hatten.

Für unsere Gruppe könnte man sagen: Die Franken auf Entdeckungsreise, denn 12 von 13 Personen kommen aus Mittelfranken. Olaf verstärkt als Mann aus Oberbayern unsere Truppe.

Knapp 5 Tage verbringen wir in Rio, von dessen Schönheit wir uns am 1. Tag überzeugen konnten. Der Zuckerhut stand nach einem kurzen biblischen Impuls und einem Ghettocheck auf unserem Nachmittagsprogramm. Um das Erlebnis richtig brasilianisch zu gestalten benutzen wir die öffentlichen Buslinien. Olaf redete mit Händen und Füßen und schaffte es uns durch das Gewirr der verschiedenen Linien gut zum Ziel zu geleiten.

Der wunderbare Blick vom Zuckerhut, der über 300 Meter als Fels aus dem Meer herausragt, gibt einen einzigartigen Blick über die Stadt. Auf der einen Seite reihen sich kleine Inseln aneinander, auf der anderen Seite ist die Copa Cabana und noch weiter die Christusstatute zu sehen. Ein einmaliges Erlebnis.

Der wunderbare Blick vom Zuckerhut, der über 300 Meter als Fels aus dem Meer herausragt, gibt einen einzigartigen Blick über die Stadt. Auf der einen Seite reihen sich kleine Inseln aneinander, auf der anderen Seite ist die Copa Cabana und noch weiter die Christusstatute zu sehen. Ein einmaliges Erlebnis.

Heute am Mittwoch ist unsere erste Begegnung in Brasilien. Wir besuchen eine Gemeinde, die eine große Suchtarbeit integriert hat und vielen Menschen zur Hilfe wird. Wir sind gespannt…..

Brasilien – Gott spannt leise feine Fäden

Wie alles begann …

Unsere Reise zum Cruz Azul no Brasil ist nicht über Nacht entstanden, sondern durch manche Ereignisse und Begegnungen vorbereitet worden. Fast 3 1/2 Jahre liegen die Anfänge zurück. Für mich ist es Gottes Vorbereitung von langer Hand. Auch wenn viele Ereignisse sich scheinbar eher zufällig entwickelten.

Bundestreffen 2015 in Wetzlar. Ich treffe Olaf (Steding – Landesreferent im BK Bayern). er hat nicht viel Zeit. Er begleitet gerade ein Gruppe des „Cruz Azul no Brasil“ durch Deutschland. Aus einer Woche werden zwei. Zwei Wochen hören, Leben teilen, das Herz berühren lassen.

Weitere Begegnungen

Im Herbst 2016 fliegt Olaf mit seiner Frau zu einem privaten Urlaub nach Südamerika. Es ist spannend zu sehen wie fachlich fundierte Arbeit im Suchthilfesystem und christlicher Glaube sich gegenseitig ergänzen und Hand in Hand gehen.

Im folgenden Jahr (Sept. 2017) besucht Edel Ristow, Landesreferentin im Cruz Azul no Brasil, Deutschland – und vor allem Bayern. Sie berichtet von „gegenseitigen Hilfegruppen“ (Name der SHG in Brasilien) mit Kindern und Erwachsenen. Hochspannend. Auch die Gespräche öffnen neue Horizonte. Nicht nur in Ansbach entstehen bleibende Eindrücke.

Im Austausch mit Olaf Steding entsteht der Gedanke, eine Reise nach Brasilien zu planen um die Impulse und Anregungen, die wir bisher aufgenommen haben, einmal vor Ort mitzuerleben. Und dann fällt wirklich die Entscheidung: Wir fliegen … wunderbar!

Es entstehen weitere Begegnungen. Im Oktober 2018 erhalten wir Besuch aus Rio. Daniel Camaforte, leitender Pastor der Suchthilfearbeit einer großen Gemeinde in Rio reist durch Deutschland und lädt uns ein zu einem Besuch in Rio. Wir staunen, welche Fäden sich spannen.

Alexander Fischer (Bundeszentrale), Daniel Camaforte mit Frau (Rio de Janeiro) besuchen im Okt. 2018 Ansbach 

Ich erzähle nur in Stichworten, weil es noch viel zu berichten gäbe. Aber ich will euch nicht langweilen. Seht einfach selbst …
                                    Euer Siegfried (Ulmer)

Bald geht es los!

Nicht mehr lange, dann starten wir unser Abenteuer. Am 18. Februar startet unser Flieger in Nürnberg.

An 18 Tagen werden wir durch Brasilien reisen, das Land erkunden und – vor allem – uns ansehen, wie Suchtarbeit in einem anderen Teil der Welt funktioniert.

Rio bei Nacht

Wir landen in Rio de Janeiro, dieser pulsierenden und wunderschönen Stadt. Neben dem Eintauchen in die brasilianische Kultur werden wir schon in den ersten Tagen eine Suchthilfearbeit kennen zu lernen. Eine Christliche Gemeinde in Rio hat vor mehr als 10 Jahren sehr bewusst eine Suchthilfearbeit begonnen. Wir sind sehr gespannt auf die Begegnung dort.

Anschließend werden wir wunderschönen Iguacu-Wasserfälle an der Grenze zu Argentinien des südamerikanischen Landes entdecken.

Über Curitiba mit dem Besuch einer Therapieeinrichtung werden wir in Blumenau dann den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des brasilianischen Blauen Kreuzes begegnen. Bei dem Besuch der Selbsthilfegruppen – in Brasilien „Gegenseitige Hilfegruppen“ genannt – werden wir sehen, warum Sonnenschein und eine entspannte Lebenseinstellung nicht ausreichen, um Menschen vor Abhängigkeit, Sucht und Verzweiflung zu bewahren.

6 Tage lang werden wir uns Zeit nehmen und im Austausch mit den Mitarbeitern des brasilianischen Blauen Kreuzes sein.

Ausklingen lassen werden wir unsere Reise in der Nähe von Florianopolis. Am Strand können wir unsere Eindrücke verarbeiten, Konsequenzen bedenken und sehen, was uns in dieser Zeit berührt hat.
So wollen wir ein Fazit ziehen, in welcher Weise die neu gewonnen Erkenntnisse unsere Arbeit in Deutschland beeinflussen können.

Wir laden Dich ein, diese Reise mit uns mitzuerleben, ganz gleich, ob Du Dich selbst im Blauen Kreuz engagierst oder unsere Arbeit noch nicht oder wenig kennst. Wir werden regelmäßig in Wort und Bild berichten, was uns umtreibt.

Es wird spannend!